Blutiges Schröpfen

Beim blutigen Schröpfen wird vor der Behandlung die Haut lokal mit einem sogenannten Schröpfschnepper oder einer Hämostilette durch mehrere Einstiche geöffnet. Anschließend wird das Glas aufgesetzt. In der Regel wird mit deutlich weniger Schröpfköpfen gearbeitet als beim Trockenschröpfen. Bei einer Anwendung verliert der Körper pro Glas jedoch nur max. 25 ccm Blut – eine völlig ungefährliche Menge an Blutverlust.

 

Sobald das Blut im Glas beginnt zu gerinnen, wird der Schröpfkopf vorsichtig entfernt und die kleinen Wunden in der Haut werden fachmännisch versorgt, ggf. ist ein kleiner Verband oder ein Pflaster notwendig.

 

Blutiges Schröpfen wirkt blutentziehend, ausleitend und entlastend. Es kommt bei Patienten zum Einsatz, die sich in einem sog. Fülle-Zustand befinden. Diese Therapievariante findet immer am Ort des Geschehens statt.